Jahresrückblick 2017

An der Generalversammlung vom 14. Mai 2018 im Museum Kleines Klingental gab Vereinspräsident Robert Labhardt den Anwesenden einen Rückblick über die Ereignisse von Mai 2017 bis Mai 2018. Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung des Jahresrückblicks aus dem Protokoll der GV:
28.05.2018

Das vergangene Jahr stand unter dem Motto «Anlauf holen». Es waren ereignisreiche zwölf Monate für das Projekt Basler Stadtgeschichte. So nahm etwa die Projektleitung am 1. August 2017 ihre Arbeit auf. Der an der GV 2017 neu gewählte Vereinsvorstand musste sich zudem finden und konstituieren. Das Projekt läuft nun in den vorgesehenen Bahnen. Noch ist die Projektleitung mit der Ausarbeitung des Feinkonzepts beschäftigt, einen definitiven Zeitplan gibt es noch nicht. Auf die Ausschreibung zur Projektmitarbeit haben sich über 320 Interessenten beworben, darunter viele gute Leute. Der Vorstand kann zurzeit noch nicht viel kommunizieren, will aber trotzdem aktiv bleiben. Unter anderem wird es darum gehen, neue Mitglieder zu gewinnen und die Präsenz des Vereins gegen aussen zu stärken. Ein grosses Thema ist auch das Fundraising: Der Verein braucht neben den Projektzuschüssen auch Geld für eigene Aktivitäten. Einzelne Gönner haben sich schon gemeldet, es braucht aber noch mehr. Es ergeht ein Aufruf an die Anwesenden, sich mit Ideen zu weiteren Fundraising-Aktivitäten aktiv einzubringen.

Der Verein versteht sich nun verstärkt als «privilegierte Öffentlichkeit», der als Sounding Board bzw. Echoraum einen favorisierten Zugang zu neuen Forschungsergebnissen haben soll. Er soll ausserdem eine Brücke zwischen dem Projekt und der Öffentlichkeit bilden. Dafür sind zwei Massnahmen angedacht worden: Der Vorstand plant einerseits, das Projekt «Kurzgeschichten zur Stadtgeschichte» aufzugleisen. Historisch aktive Mitglieder des Vereins sollen die Möglichkeit erhalten, kleinere Beiträge aus dem Bereich der Stadtgeschichte beizusteuern. Dabei will man das Hauptprojekt nicht konkurrenzieren, sondern ergänzen. Es existieren bereits einige Entwürfe. Auch die Rahmenbedingungen wurden schon festgelegt. Noch offen sind die Publikationsformen. Im Herbst soll es eine Mitgliederversammlung zu dem Projekt geben, die als Startschuss dient (nähere Informationen folgen zu einem späteren Zeitpunkt). Danach geht es darum, Autorinnen und Autoren zu gewinnen.

Andererseits will der Vorstand nach den Sommerferien mit der Projektleitung einen gemeinsamen Workshop zum Thema «Vermittlung» durchführen. Katrin Rieder konnte bereits verpflichtet werden. Die Arbeit beginnt im Juni. Anregung aus dem Publikum: Man soll Geschäfte anfragen für die Nutzung von Vitrinen. Der Vorstand nimmt diesen Vorschlag gerne entgegen.

Ein weiteres Thema, das den Verein kürzlich beschäftigte, ist die von verschiedenen Stimmen beklagte Nähe des Projekts zur Universität Basel. Unter anderem gab es eine längeres Gespräch mit einem Vereinsmitglied wegen der kürzlichen Stellenausschreibung auf dem Jobportal der Uni. Robert Labhardt betont, dass diese Stellenausschreibung nicht im Sinne des Vereins ausgestaltet war. Arbeitgeberin sei immer noch die Stiftung, nicht die Uni. Das Projekt bleibt zivilgesellschaftlich ausgerichtet. Die Uni bietet jedoch den Vorteil einer institutionellen Einbindung, was dem Projekt vor allem in finanzieller Hinsicht zugute kommt. So hat sich die Uni etwa bereit erklärt, gegen Bezahlung die Personal- und Lohnadministration des Projekts zu übernehmen. Das ist viel günstiger, als wenn das Projekt eine eigene Administration unterhalten müsste. Ausserdem kann das Projekt Arbeitsplätze und IT-Infrastruktur der Universität nutzen, was wiederum eine erhebliche Kostenreduktion bedeutet. 

Für das Protokoll: Oliver Sterchi

Kategorie: Aktuell